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| Während
der Geburt um 14.00 Uhr saß ich gebannt und fasziniert vor meinem
Kleiderschrank, in dem sich Mucki in der Wurfkirste, und war schwer beeindruckt,
mit welcher Leichtigkeit und Sicherheit sie ein Baby nach dem anderen auf
die Welt brachte und versorgte. |
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| Merlin
war sehr neugierig, hatte aber großen Respekt vor der stolzen Mutter,
Florian dagegen hat bereits am Abend seinen großen Schädel in
die Wurfkiste gestreckt, um die Kleinen zu beschnuppern. Meine Sorge, daß
Mucki etwas unwirsch reagieren könnte, war unbegründet, sie vertraute
Florian und hatte nichts dagegen. |
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| Obwohl
Mucki mit einem Katzenklo nichts anfangen kann und demgemäß ihrem
Nachwuchs dessen Sinn und Zweck nicht nahebrachte, haben alle vier Zöglinge
von Anfang an dessen Aufgabe erkannt und es benutzt. Merlin sind die keinen wuseligen Babys unheimlich, wenn sie auf ihn zustürzen, faucht er bedrohlich, wird vom Frauchen geschimpft und aus dem Spielzimmer bugsiert. Ab dem 24.04.1997 haben die Kleinen festen Kot und das manchmal genervte Muttertier Mucki verzichtet darauf, mit ihnen in der Wurfkiste zu schlafen. Sie zieht sich immer mehr zurück und überläßt es Merlin und manchmal Florian, als Spielzeug für die Bande herzuhalten. Anscheinend erkennt Merlin langsam, daß es sich um Artgenossen handelt und verfällt nicht in Knurren und Drohen, wenn er attackiert wird. Langsam aber sicher wurde die ganze Wohnung erkundet, jeder schläft, wo es ihm gefällt, Mucki zieht es vor, sich hauptsächlich draußen aufzuhalten und Merlin bevorzugt erhöhte Spähplätze, um dem lustigen Treiben gesichert zuschauen zu können. |
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Mir hängt der vorwitzige Mogli des öfteren an der Hose und nachts werden wilde Verfolgungsjagden über das Bett veranstaltet, was beim Familienernährer zu erheblichem Schlafmangel führte. Der anfängliche Respekt vor dem übergroßen Florian hat sich gelegt und dem gutmütige Boss wird gemeinerweise hinter der Tür aufgelauert, um ihn dann vorwitzig anzuspringen. Er nimmt es mit Gelassenheit, von Merlin und Mucki als Babys war er ja schon einiges gewohnt. |
| Nichts
ist mehr sicher, überall in der Wohnung findet man kleine Katzen, beliebt
sind Vorhänge hochklettern, in den Zimmrpflanzen buddeln und alles,
was sich bewegt, attackieren. |
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| Ohne
mein Zutun findet der Umzug in den Wintergarten statt, am 05.05.1997 war
er vollzogen und ich sah störungsfreien Nächten entgegen. Die Übermacht an wilden spielsüchtigen Katzenbabys ist stark, so daß sich das Restrudel (Merlin und Florian) fast nur noch im Garten aufhalten und Mucki nun ihre Hauptaufgabe darin sieht, lebende Mäuse als Spielzeug in die Wohnung zu schleppen. |
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| Zwei
Tage später ist es verdächtig ruhig in der Wohnung, nach hektischer
Suche finde ich die wilde Bande lustig tobend im Garten. Wie diese kleinen
Geschöpfe es geschafft haben, durch die relativ hoch eingebaute Hunde-
und Katzentüre zu entwischen, bleibt mir ein Rätsel, jedenfalls
ist nun eine ständige Beaufsichtigung nicht mehr möglich. Der
Nachbarskater schaut auch neugierig vorbei und wird zur Strafe von Merlin
und Mucki gemeinsam vom Grundstück geprügelt und verjagt, so daß
ich mir um die Sicherheit des Nachwuchses kaum Sorgen mache. Ab sofort bin
ich ständig auf der Suche nach "vermißten" Katzen,
sie schlafen versteckt im Komposthaufen oder in der Hecke, klettern auf
Bäume und sind nicht mehr zu bändigen. Mucki als gute Mutter schleppt täglich Mäuse an, falls der Nachwuchs gerade schläft, scheut sie sich aber nicht, die Mahlzeit selber zu verputzen. |
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| Aus
meinem festen Entschluß, unter gar keinen Umständen eine weitere
Katze zu behalten, wurde die Entscheidung, Mogli in unser Rudel aufzunehmen.
Dann aber hätte ich Mouse-House alleine vermitteln müssen und
Mogli hätte keinen Spielkameraden in seinem Alter, kurz: ich fand jede
Menge Gründe, warum ich sie auch noch behalten mußte. Frauen
können herrlich inkonsequent sein, übrigens war ich schon immer
Spezialist dafür, das Unmögliche möglich zu machen ;-). |
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| Nachdem
ich ungefähr 30 Bewerber für Mohrle und Momo - die ich nur gemeinsam
gegen Schutzvertrag an einen Freilaufplatz abgeben wollte - abgelehnt hatte,
meldete sich eine liebe Frau. |
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| Diese
Trennung war fast schlimmer als der Tod, man macht sich Sorgen und Gedanken,
weil man nicht weiß, ob es den liebevoll aufgezogenen Zwergen an nichts
mangeln wird. Ich mußte mir Mohrle und Momo aus dem Herzen reißen,
was zu dem Entschluß führte, nie mehr Tierkinder aufzuziehen.
Mucki wurde kastriert und als ihre Tochter Mouse-House 1 1/2 Jahre war,
ließ ich sie auch operieren, alles verlief problemlos. |
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Ich liebe sie, aber anders wie meinen verstorbenen Florian. Er hat mehr von mir verlangt, mir dafür aber auch mehr gegeben. Er war etwas Besonderes, mit anderen Hunden (auch mit Molly) nicht zu vergleichen, diese tiefe Verbundenheit und das blinde Vertrauen hatte ich bisher nur zu ihm. |
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